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Gartentipps für den Monat März

28.02.2020 Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert

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Regensburg (RL). Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Die Tendenz der letzten Jahre setzt sich fort. Der Frühling kommt immer früher. Dabei ist für Gärtner nicht der meteorologische (1. März) oder der astronomische (20. März), sondern der phänologische Zeitpunkt von Bedeutung. Die Phänologie befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Es werden die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsstadien (Phasen) beobachtet und festgehalten. Dabei wird in den einzelnen Jahreszeiten genauer differenziert. Statt der vier bekannten Jahreszeiten spricht man hier von zehn Phasen. Der Frühling wird beispielsweise aufgeteilt in Vor-, Erst- und Vollfrühling. Für jede dieser Zeiten gibt es eine oder mehrere Zeigerpflanzen. Der Vorfrühling beginnt mit der Blüte der Schneeglöckchen und Haselnuss. Der Erstfrühling wird durch die Blüte der Forsythie eingeleitet. Das ist auch die Zeit, in der wir im Garten richtig loslegen können. Im Vollfrühling beginnen die Apfelbäume und der Flieder zu blühen. Laut Deutschem Wetterdienst hat sich seit 1961 die Vegetationsperiode, also die Wachstumszeit, um über zwei Wochen über das ganze Jahr verlängert.

Für uns Gärtner ist das erstmal kein Problem. Wir können auch mit dem „Garteln“ früher anfangen. Sobald der Boden oberflächlich abgetrocknet und ausreichend warm ist, kann mit der Bestellung im Gemüsegarten begonnen werden. Wenn Sie jetzt fragen: „Wann ist denn der Boden ausreichend warm?“, dann lautet die Antwort: „Wenn Sie mit der Hand in den Boden greifen und die Finger nicht mehr frieren!“

Jetzt können Sie auch erstmals wieder den Kompost umsetzen, um den Rottevorgang zu fördern. Hilfreich dafür ist die Verwendung mehrerer Kompostboxen nebeneinander. So können Sie das Material aus einem Behälter in den benachbarten leeren Kompostbehälter füllen. Dadurch erreichen Sie gleichzeitig die optimale Vermischung. Oft finden sich beim Umsetzen weiße dicke Käferlarven im Kompost. Das sind in der Regel Rosenkäferlarven. Die sollten Sie unbedingt am Leben lassen, denn sie tragen zur Zersetzung des Komposts bei. Wenn Sie bereits weitestgehend zersetzten Kompost haben, den Sie absieben können, dann ist das die ideale Startdüngung, sowohl für die Gartenbeete als auch für den Rasen. Im Gemüsegarten sollten Sie dabei maximal die Menge von zwei Litern auf den Quadratmeter ausbringen. Für den Rasen können es bis zu fünf Liter sein. Bei Blumenbeeten ist eher Zurückhaltung angebracht. Hier sollte nur bei erkennbaren Nährstoffmängeln gedüngt werden.

Viele Gartenbesitzer versuchen, das ungeliebte Moos mit Hilfe eines Vertikutierers oder gar mit chemischen Entmoosungsmitteln zu entfernen. Das ist vertane Mühe. Das Moos kommt garantiert wieder – Moos wächst immer da, wo sonst nicht mehr wachsen kann oder will. Es hilft also, Lücken auf der Bodenoberfläche zu schließen.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 0941 4009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Bildtext:. Frühlingserwachen im Garten, Foto: Josef Sedlmeier



Kategorien: Landratsamt

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