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Wiesenbrüter sind zurück

07.04.2020 Naturschutzbehörde bittet Hundebesitzer und Spaziergänger um Mithilfe

Regensburg (RL). Im Landkreis Regensburg gibt es sie noch vereinzelt, die außerordentlich selten gewordenen wiesenbrütenden Vogelarten wie Großer Brachvogel, Kiebitz und den ebenfalls auf Feuchtgebiete als Nahrungsquelle angewiesenen Weißstorch. Aufgrund der dramatischen Bestandsrückgänge in den letzten Jahrzehnten bittet die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes in diesen Gebieten um Rücksichtnahme, um die Tiere nicht zu stören und zu gefährden.

Vor Kurzem sind diese vom Aussterben bedrohten Vögel aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Im Landkreis Regensburg befinden sich drei wichtige Brut- und Aufzuchtgebiete: die Schierlinger Aue im Tal der Großen Laaber, die Pfatterer Au sowie das Naturschutzgebiet in Stöcklwörth.

Vor allem während der Brut- und Aufzuchtzeit von Mitte März bis Ende Juli reagieren die Vögel besonders empfindlich auf Störungen. Bereits bei einer Entfernung von mehreren hundert Metern fühlen sie sich in ihrem Brutverhalten gestört.

Normalerweise stellen die Krähen oder andere Fressfeinde keine Gefahr für die Vögel dar. Werden die Altvögel aber durch Hunde oder querfeldein gehende Menschen vom Nest verscheucht, können Rabenvögel die Nester plündern. Bei lang anhaltenden Störungen kühlen die Eier aus und die Brut muss aufgegeben werden. Jede Störung bedeutet zusätzlichen Stress während der ohnehin anstrengenden Brut- und Aufzuchtsphase.

Die gefährdeten Wiesenbrüter und auch der Weißstorch, der in der Aue seine Nahrung sucht, genießen besonderen und strengen Schutz nach dem Naturschutzgesetz. In den oben genannten Gebieten müssen Hunde angeleint werden und die Wege dürfen nicht verlassen werden – auch nicht von angeleinten Hunden.

Aber nicht nur in den Wiesenbrütergebieten ist darauf zu achten, dass besonders und streng geschützte Tiere, darunter fallen auch alle europäischen Vogelarten, die nicht gefährdet oder gestört werden sollen. Insbesondere in den Auen wie in der Au zwischen Kallmünz und Fischbach ist auf das Wohl der geschützten Tiere zu achten. Auch hier sollten nur die öffentlichen Wege benutzt und die Hunde angeleint werden.

Kontakt: Landratsamt Regensburg, Untere Naturschutzbehörde, Melanie Köhler, Telefon 0941 4009-325, E-Mail: melanie.koehler@lra-regensburg.de sowie Markus Liegl, Telefon 0941 4009-199, E-Mail: markus.liegl@lra-regensburg.de

 

Bildunterschrift: Die Wiesenbrüter gehören zu den außerordentlich selten gewordenen Vogelarten (Foto: Ullrich Brill)



Kategorien: Rathaus, Landratsamt