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Gedanken zum Jahreswechsel

02.01.2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

die Erfahrungen aus dem letzten Jahr zeigen  uns deutlich, dass die weltweite Globalisierung immer größere Ausmaße annimmt. Viele, beinahe alle Lebensbereiche sind davon betroffen, wie z.B.  die Arbeitswelt, wirtschaftliche Entwicklungen, lebenswichtige Existenzgrundlagen.

Wir erfahren immer mehr über die weltweiten Verhältnisse. Die Medien informieren uns vollumfänglich. Vieles wird uns sogar in „Echtzeit“ ins Haus oder auf unsere mobilen Geräte geliefert.

Es ist toll, gut informiert zu sein, was auf der Welt passiert, welche politischen und sozialen Entwicklungen im Gang sind und wir können uns eine Meinung bilden. Jedoch ist fraglich, ob uns immer nur Tatsachen übermittelt werden. Unbewusst oder gar bewusst in die Welt gesetzte Falschmeldungen – Fake News – beherrschen in manchen Bereichen die Meldungen. „Dichtung und Wahrheit“ zu unterscheiden, ist nicht immer einfach.
Es ist wichtig sich bewusst zu sein, dass man vor Manipulationen nicht geschützt ist.

Da es für viele Menschen normal ist, ständig erreichbar zu sein und auf vielfältige Weise von jeder Örtlichkeit zu jedem Zeitpunkt grenzenlos zu kommunizieren, sind Zeitungen, Fernsehen und Radio nicht mehr die alleinigen Informationsträger. Jede noch so kleine private Neuigkeit scheint es wert zu sein, dass sie sofort Mitmenschen mitgeteilt wird. Genauso wird erwartet, sofort zu erfahren, was irgendwo in der Welt passiert ist.
Da wundert es nicht, dass ein Übermaß an Kommunikation zur Last fallen kann. Stress bleibt nicht aus. ,,Stress“ ist die Zeiterscheinung unserer „Zeit“.  Ständig „online“ erreichbar zu sein, bedeutet Ablenkung von Wichtigem. Nicht mehr „online“, sondern „offline“ zu sein, ist ein Anspruch um Zeit zu finden, darüber nachzudenken, welchen Einflüssen wir durch zu viele Infos ausgesetzt sind. Es ist erforderlich Wichtiges von Unwichtigen zu unterscheiden und unseren Blick auf unsere nähere Umgebung, die Familie, die Nachbarschaft, auf unser Gemeinwesen zu richten.

Nur wenn wir unsere privaten und  lokalen Bedürfnisse in Einklang mit den „Notwendigen“ bringen und die Verhältnisse in der Welt, jenseits unserer Gemeindegrenzen nicht aus den Augen verlieren, können wir unsere Lebenswelt auch in Zukunft lebenswert erhalten.

In diesem Sinne wünsche ich ein gesundes, erfolgreiches 2020.

 

Ihr

Max Kollmannsberger






Kategorien: Rathaus